Pfarrei Lambertsneukirchen

 

                                      

 

Zum Tod von Papst Johannes Paul II.

 

NACH 26 JAHREN PONTIFIKAT   Am Ziel seiner Pilgerreise

 

Gelassen, ja heiter schied Papst Johannes Paul II. aus dem Leben. „Ich bin froh – seid Ihr es auch“, schrieb er den Millionen Gläubigen als Vermächtnis. Die Welt trauert um Papst Johannes Paul II.

 

Papst Johannes Paul II. hat am Samstag, 2. April 2005, am Vorabend des von ihm selbst eingeführten Barmherzigkeitssonntags im Alter von 84 Jahren im Vatikan seinen irdischen Lebensweg nach langem Leiden beendet. Der Heilige Vater starb um 21.37 Uhr in seinen Gemächern.

Er war der große Pilgernde, der rund um die Welt Zeugnis gab von der Auferstehung des Herrn. Nun ist Papst Johannes Paul II. am Ziel seiner Pilgerreise angelangt. Er geht ein in die Herrlichkeit. Millionen Gläubige trauern um einen großen, einen historischen Papst, der in den mehr als 26 Jahren seines Pontifikats die Welt verändert hat. Johannes Paul II. brachte den Eisernen Vorhang zu Fall. Er war ein leuchtendes moralisches Vorbild, der sich mit Herzenswärme, großer Güte und Weitsicht allerorten stark machte für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit.

 

Edmund Stoiber, Bayerischer Ministerpräsident:

Johannes Paul II, war die überzeugendste und faszinierendste Persönlichkeit unserer Epoche und Vorbild für Millionen Gläubige und auch für mich persönlich. Bayern verneigt sich in Demut vor diesem großen Menschen. Er war ein Pontifex, ein Brückenbauer, im wahrsten Sinne des Wortes.

 

Bundespräsident Horst Köhler:

Sein Einsatz für Frieden und die Würde des Menschen und die Gerechtigkeit hat uns alle beeindruckt. Johannes Paul II. war unserem Land sehr verbunden. Das haben seine Besuche in Deutschland nachdrücklich gezeigt. Die deutsche Einheit hat er von Anfang an begrüßt und gefördert. Wir haben also allen Grund, Johannes Paul II. dankbar zu sein. Sein Leben und Wirken soll uns eine Verpflichtung sein.

 

Karl Kardinal Lehmann, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz:

Als Freund der Deutschen hat er der Kirche in Deutschland eine große Bedeutung beigemessen, setzte aber auch ebensolche Erwartungen in sie. Nicht immer war das Verhältnis zum Papst frei von Unstimmigkeiten. Aber auch in schwierigen Phasen war immer ein offenes und vertrauensvolles Gespräch möglich.

 

Bundeskanzler Gerhard Schröder:

Papst Johannes Paul II. hat durch sein Wirken und durch seine beeindruckende Persönlichkeit unsere Welt verändert. Für ihn sind junge Menschen Hoffnungsträger gewesen. Sie werden seine Botschaft weitertragen.


 

 

Neuer Papst Benedikt XVI.

 

JOSEPH KARDINAL RATZINGER    Einfacher demütiger Arbeiter

 

Weltweiter Jubel: Heiliger Vater kommt aus Bayern

„Ich vertraue mich euerem Gebet an“

Benedikt XVI.: Seit 482 Jahren wieder ein deutsche Papst

 

ROM (SZ) – Die Kardinäle der katholischen Weltkirche haben am Dienstagnachmittag den langjährigen Präfekten der römischen Glaubenskongregation und Kardinaldekan Joseph Kardinal Ratzinger zum Nachfolger von Johannes Paul II. gewählt. Der neu gewählte Papst, der erste Papst aus Deutschland seit über 480 Jahren, hat den Namen Benedikt XVI. angenommen.

Benedikt XVI. bezeichnete sich als „schwachen Diener Gottes“ und bat um das Gebet und die Liebe der Gläubigen, um ihn bei diesem „unerhörten Auftrag“ zu unterstützen. Optimistisch trat er dem Bild eines alten, verkrusteten Christentums entgegen: „Die Kirche lebt. Und die Kirche ist jung. Sie trägt die Zukunft der Welt in sich und zeigt daher auch jedem einzelnen den Weg in die Zukunft. Die Kirche lebt, wir sehen es, und wir spüren die Freude, die der Auferstandene den Seinen verheißen hat. Die Kirch lebt – sie lebt, weil Christus lebt, weil er wirklich auferstanden ist.“

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Wir haben einen neuen Papst. Joseph Kardinal Ratzinger ist zum 265. Papst gewählt worden und trägt den Namen Benedikt XVI. Wir haben einen deutschen Papst, der tief verwurzelt ist in seiner bayerischen Heimat und enge Verbindungen hat zur Diözese Regensburg, ein hochintelligenter Papst mit einer umfassenden Bildung, ein großer Theologe, der weltweite Anerkennung genießt.

Sicher ist er nicht der Papst, den sich mancher Reformer gewünscht haben, aber er ist für manche Überraschung gut. Welche Schwerpunkte wird er in seinem Pontifikat setzen?

Ich hoffe, dass er das große fruchtbare Wirken nach außen von seinem Vorgänger fortsetzt und sich für Frieden und Gerechtigkeit stark macht. Ich hoffe, dass er sich innerkirchlich vom Geist Gottes leiten lässt und die Kirche mit Weisheit und Klugheit, mit Verständnis für die Sorgen und Nöten der Menschen führt. Ich hoffe, dass er offen ist für manche notwendigen Reformen, ein Herz hat für die Armen und Benachteiligten, die Rolle der Frau in der Kirche überdenkt und im Sinn Jesu die Kirche leite.

Ich wünsche dem neuen Papst viel Kraft, viel Liebe zu den Menschen und gute Entscheidungen für die Kirche.

 

                                                             K. Mühlbauer

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