Pfarrei Lambertsneukirchen

 

                                      

 

 

Fahrt zum XX. Weltjugendtag in Köln

vom 15. bis 21. August 2005

 

1. Tag

Als kleine Gruppe aus der Gemeinde Bernhardswald machten sich am Montag den 15.08.05 in der Früh Andreas Härtl, Johannes Herrmann, Sandra Fischer und ich, Thomas Tausendpfund,  zusammen mit einer Gruppe aus Lappersdorf, Regenstauf und Diesenbach auf den Weg nach Köln zum Weltjugendtag. Schon während der Busfahrt, die bis auf einen kleinen Stau bei Nürnberg reibungslos verlief, trafen wir auf der Autobahn viele weitere Pilgerbusse aus den unterschiedlichsten Nationen. In Bonn angekommen, bekamen wir sofort unsere Pilgerrucksäcke, in denen ein Gebets- und Liederbuch, ein Sitzkissen, Besteck, Essensmarken, ein Stadtplan ,eine Trinkflasche und der Pilgerausweis waren. Danach gings zu unserer Unterkunft in die Berthold-Brecht -Schule in Bonn, wo wir mit 500 anderen Pilgern aus der Diözese Regensburg untergebracht waren. Nachdem wir in der Aula unsere Isomatten und Schlafsäcke ausgebreitet hatten, fuhren wir gleich zur Hofgartenwiese in die Bonner Innenstadt, wo das Begrüßungsfestival stattfand, welches mit einem tollen Feuerwerk endete. Schon am ersten Tag waren wir von der Gastfreundschaft der Bonner überwältigt. So zeigten sie uns ein paar preiswerte und gute Kneipen in dem sogenannten „Klein-Istanbul“, und wir wurden aufgeklärt, dass man in Köln das Kölsch, in Bonn das Bönnsch und in Düsseldof das Alt trinkt.

 

2. Tag

Nach dem Frühstück, dass wir zwischen 7 und 9 Uhr an der Schule abholen konnten, fuhren wir gleich wieder in die Bonner Altstadt. Wir besichtigten zuerst das Rathaus und dann das Bonner Münster, in dem während der ganzen Woche Taizé-Lieder gesungen wurden. Danach gingen wir zum „Global Village“, einem zentralen Platz in Bonn, auf dem sich täglich die Regensburger Pilger trafen und auf dem interessante Veranstaltungen und Konzerte stattfanden. Hier war ein Begrüßungsfestival eigens für alle Pilger aus dem Bistum Regensburg. Auch Bischof Gerhard Ludwig war da, von dem wir uns ein Autogramm holten. Wir hatten sogar die Gelegenheit ein paar Worte mit ihm zu wechseln. Anschließend nahmen wir das Mittagsessen, das wir uns mit den Essensmarken abholen konnten, am Rheinufer ein. Überall in der Stadt hörte man den ganzen Tag Gesänge, rhythmisches Trommeln und Klatschen von Pilgern aus den unterschiedlichsten Nationen, die man durch ihre mitgeführten Nationalfahnen erkennen konnte. Auch wir waren immer mit unserer Bayernfahne unterwegs. Wir unterhielten uns mit Pilgern  aus Babylon, Haiti, Frankreich, Slowenien und Südafrika. Später fuhren wir zum ehemaligen Regierungsviertel und besichtigten das Museum der Deutschen Geschichte. Mit Pilgerausweis gabs hier freien Eintritt. Abends wurde auf der Hofgartenwiese, mit  über 100.000 anderen Pilgern der offizielle Begrüßungsgottesdienst mit Jugendbischof Bode aus Paderborn gefeiert. Wir waren überwältigt von dem Fahnenmeer und den vielen fröhlichen Menschen und der einzigartigen Atmosphäre.

 

3. Tag

Weil in unsere Schule eingebrochen wurde, Sachen gestohlen wurden und die Schule nicht mehr gesichert werden konnte, mussten wir in die nahegelegene Tannenbusch-Schule umziehen. Dort eingerichtet, machten wir uns auf den Weg zur Beethoven-Halle, die im „Global Village“ liegt und in der  täglich eine Katechese angeboten wurde. Die Begrüßung lautete: „Liebe Bayern, lieber Rest der Welt“, woran man erkennt, dass wir Bayern am stärksten vertreten waren. Später trafen wir den Bundespräsidenten Horst Köhler. Anschließend fand im Poppelsdorfer Schlosspark ein Musikpicknick statt. Am Abend fuhren wir ausgerüstet mit einer Flöte zum Münster. Spät in der Nacht knieten wir im Münster vor dem Altar und spielten und sangen Lieder, in die die anwesenden Pilger sofort miteinstimmten.

 

4. Tag

Gemeinsam mit unserer Busgruppe machten wir uns  gleich in der Früh auf nach Köln. Als wir von der U-Bahn Station ausstiegen, fiel unser Blick sofort auf den Kölner Dom, und auf eine riesige Menschenmasse und das dazugehörige Fahnenmeer. In dem gigantischen Dom befindet sich der Schrein der Heiligen Drei Könige. Da ja der Weltjugendtag unter dem Motto stand: Wir sind gekommen um IHN anzubeten, waren auch wir in Köln, wie damals die Heiligen drei Könige in Betlehem, um IHN anzubeten. Heute lernten wir  Leute aus Tahiti, Äquador, New Caledonia, Hongkong und den Phillipinen kennen. Auf einer Video Leinwand verfolgten wir am Nachmittag die Ankunft des Papstes am Flughafen.

 

5. Tag

Heute zog es uns wieder nach Köln, wo wir das Germanische Museum, das Schokoladen Museum und das Rhein-Energie-Stadion besichtigten. Abends wurde ein Kreuzweg in unserer gastgebenden Pfarrei Thomas Morus gebetet.

 

6. Tag

Allmählich gings dem Höhepunkt der Woche entgegen! Nach dem wir in der Früh unsere Sachen gepackt hatten, fuhren wir mit dem Bus  zu einem Rasthof, von dem aus wir uns zu Fuß weiter Richtung Marienfeld durchschlagen mussten, 8 km durch Wald und Wiesen in 2 Stunden. Schon von weitem sahen wir den imposanten Altarhügel (11 m hoch). Es war ein beeindruckendes Bild als von allen Richtungen ununterbrochen die Pilger zum Marienfeld strömten. Die Größe des Marienfeldes war unvorstellbar! 800.000 Pilger fanden auf diesem Feld ihren Schlafplatz. Es war extrem eng, denn jeder Person standen nur 0,7 Quadratmeter zur Verfügung. Ein Fortbewegen auf dem Feld war nur barfuss möglich, damit man niemanden verletzte. Mit unserem Platz hatten wir Glück, wir waren in Sektor A 6 ziemlich weit vorne. Zur Vigil, eine Art Nachtwache, wurde der Heilige Vater mit Be-ne-detto Rufen begrüßt. Da jeder Teilnehmer eine Kerze erhalten hatte, und diese angezündet wurden, bot sich ein besonders stimmungsvolles Bild.

 

7. Tag

Nach einer kurzen und kalten Nacht begann um 8:00 Uhr das Morgenlob und um 10:00 Uhr die große Abschlussmesse. Der Einzug der Geistlichkeit auf den Papsthügel war schon zu Beginn des Gottesdienstes ein Highlight. Als der Papst in seinem „Papaauto“  ankam, wurde er von über 1.000.000 Menschen begeistert empfangen. Die Messe, die in fünf Sprachen gefeiert wurde, war der absolute Höhepunkt dieses XX. Weltjugendtages.

 

Beeindruckt von den vielen Ereignissen dieser sieben Tage machten wir uns auf den Heimweg und erreichten nachts um 00:30 Uhr Lappersdorf. Für unsere Gruppe war diese Woche einmalig und unbeschreiblich schön und  tief beeindruckend. Wir sind dankbar, dass wir auf diese Weise die weltumspannende Kirche erleben durften und freuen uns auf den Weltjugendtag 2008 in Sydney!

Thomas Tausendpfund

Unsere Gruppe
Kennenlernen der Bonner
Taizé Gebet im Bonner Münster
Das Bonner Münster
überall die Bayern
Kroatien
Ich und die Regensburger Jugendpflegerin
Begegnung mit unserem Bischof Gerhard Ludwig
Litauen
Spanien
Brasilien
Essensausgabe am Rheinufer
Mittagessen
Eine Gruppe aus Deutschland, Frankreich und dem Libanon
Der Eröffnungs- gottesdienst auf der Bonner Hofgartenwiese...
... 100.000 Menschen...
...gigantische Stimmung...
... ein beeindruckendes Bild...
... und wir mitten drin...
lustige Kopfbedeckung
Eine Gruppe aus Hohenfels mit ihren neuen Pfarrer
Pfarrer Andreas Weiß aus Tegernheim mit Haushälterin und ich
Der Bundepräsident Horst Köhler
Taiwan
Japan
Da Bönnsch
In der Nacht beim Flötenspielen und singen
musizieren im Bonner Münster
Die Gruppe aus Wiesent
Der Schrein der Heiligen Drei Könige
Der Bonner Dom, 4 mal so groß wie der Regensburger
Ein Neu Kaledonier mit meiner Bayernfahne
Tanzen mit Pilgern aus Neu Kaledonien
Kölner Dom
Rhein - Energie - Stadion
Kreuzweg
auf dem Weg zum Marienfeld
Mittagessen auf dem Marienfeld
Auf gehts Bene gib oan aus
Der Bass unseres Kirchenchores
es war sehr eng...
800.000 Menschen waren auf der Wiese
Agnes und eine Schwester aus Indien
...
Der Papsthügel
Ausschau nach dem Papaauto
Be-ne-detto !!!
während der Vigil
die bis spät in die Nacht dauerte
jedem standen 0,7 Quadratmeter zur Verfügung
Unserer Gruppe
während des Abschluss - Gottesdienstes
30 Leinwände wurden aufgestellt
der Ausgang des Marienfelds
Zurückpilgern

 

Zurück zur Hauptseite

Kath. Pfarramt St. Lambert, Hauzendorferstraße 6, D - 93170 Bernhardswald, Tel 09463/205;  PGR Vorsitzender: Mindel Friedhelm PGR@pfarrei-lambertsneukirchen.de                                       Webmaster thomas.tausendpfund@gmx.com      IMPRESSUM