Pfarrei Lambertsneukirchen
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Ein kurzer Überblick
über die Geschichte der Pfarrei

Die Errichtung der Pfarrei dürfte schon unmittelbar nach der Rodungsphase in unserem Heimatraum im 11. und 12. Jahrhundert begonnen haben und in engem Zusammenhang stehen mit der benachbarten Hofmark Bodenstein, die nachweisbar vom 15. Jahrhundert an das Präsentationsrecht (Recht auf die Besetzung der Pfarrei) ausübte. Zur Zeit der Reformation (1556 - 1617) ging das Kirchenlehen auf die Schlossherrn von Hackenberg über. Bis dahin war die Pfarrkirche dem Heiligen Martin geweiht.

Erstmals wird die Pfarrei Lambertsneukirchen unter der Bezeichnung Nevnchirchen im ältesten Pfarreienverzeichnis der Diözese Regensburg genannt, das auf das Jahr 1326 datiert wird. Spätgotische Bauelemente an der Pfarrkirche, wie das Eingangsportal und die Sakramentsnische an der Langhausnordwand, weisen ebenfalls auf das 14. Jahrhundert hin.

Der heutige Ortsname Lambertsneukirchen entstand offenbar nicht aus einem Kirchenpatrozinium, sondern allein aus Gründen der häufigen Verwechslung mit dem nahegelegenen Martinsneukirchen (Pfarrei Zell). Nach der Gegenreformation im 17. Jahrhundert ist die Kirche jedenfalls allein dem ehemaligen Nebenpatron St. Lambert geweiht (Pfarrpatrozinium am 17. September); der Hauptpatron St. Martin geriet in Vergessenheit. Damals war ein Wechsel der Patrozinien gar nicht ungewöhnlich.

Von 1617 - 1783 musste Lambertsneukirchen ohne eigenen Pfarrer auskommen und wurde von Pettenreuth aus mitpastoriert.

1783 bekam Lambertsneukirchen erstmals wieder einen eigenen Pfarrer (Vincenz Knäbl), der den alten Pfarrhof in Wieden erbaute (seit 1978 nicht mehr in Pfarreibesitz), auf dem bis Mitte des 20. Jahrhunderts auch eine Ökonomie betrieben wurde. Seit 1783 wird Lambertsneukirchen eigenständig von einem Pfarrseelsorger betreut.

1840 erhielt das Kollegiatstift zur Alten Kapelle in Regensburg mit dem Erwerb der Gutsherrschaft Hackenberg auch das Vorschlagsrecht für die Besetzung der Pfarrei, von dem es nachweislich bis 1934 Gebrauch machte. Seither ist allein der Bischof zuständig für die Besetzung mit Seelsorgern. Die Entwicklung der Bevölkerung im Pfarrgebiet stieg im 19. Jahrhundert von 400 auf 460 Katholiken an.

1922 wurden die Ortschaften Wulkersdorf, Plitting, Darmersdorf, Manghof, Ober- und Unterbraunstuben umgepfarrt von dem weit entfernten Nittenau nach dem näher gelegenen Lambertsneukirchen. Vor Beginn des II. Weltkrieges weist die Pfarrei eine Katholikenzahl von mehr als 700 auf. Mit dem Pfarrhofneubau 1993 wurde ein Zeichen für die Zukunft in unserem Lebensraum gesetzt. Wenn eine Pfarrgemeinde unter 1000 Katholiken auch in Zukunft eigenständig bleiben will, braucht sie Menschen, die bereit sind mitzuarbeiten und mitzugestalten.

Kath. Pfarramt St. Lambert, Hauzendorferstraße 6, D - 93170 Bernhardswald, Tel 09463/205;  PGR Vorsitzender: Mindel Friedhelm PGR@pfarrei-lambertsneukirchen.de                                       Webmaster thomas.tausendpfund@gmx.com      IMPRESSUM